Enti… – What? Entitäten: ein Exkurs

Entitäten: Bestimmung von Sachverhalten und Objekten

Entitäten sind existierende, ’seiende‘ Dinge, sind konkrete oder abstrakte Gegenstände. In der Regel wird der Begriff ‚Entität‘ als Sammelbegriff verwendet, um unterschiedliche Gegenstände oder Dinge, aber auch Eigenschaften, Relationen, Sachverhalte oder Ereignisse auf einmal anzusprechen.

Verbindungen, Verknüpfungen, Abhängigkeiten und Interaktionswege

Entitäten im Prozess der Digitalisierung

Wir betrachten ein Unternehmen, eine Abteilung, einen Vorgang – eben den Ausschnitt, der als Startpunkt für das  Digitalisierungsprojekt festgelegt wird. Um Prozesse zu automatisieren und zu optimieren, ist es notwendig, vorab alle Dinge, Informations- und Interaktionswege, Abhängigkeiten und Aktionen zu kennen: Entitäten.

Zwar unterscheiden sich Branchen und Unternehmen, doch bleibt die Vorgehensweise von diesen Unterschieden weitestgehend unberührt. Anhand intensiver Interviews mit den Verantwortlichen über Vorgänge, Prozesse, Arbeitsweisen, Protagonisten, Systeme und Hardware, identifizieren wir, wer, was, wo, wann, mit wem, in Abhängigkeit von wem oder was mit welcher Konsequenz und welchen Hilfsmitteln auf welche Weise zu tun/oder zu lassen hat. Wir identifizieren, richtig: Entitäten.

Ausblendung bestehender Systemlandschaften

Den einzelnen Akteuren, Mitarbeitern, Sachverhalten und Informationen werden Attribute zugeordnet. Das dient dazu, sie näher beschreiben, klassifizieren und zueinander ins Verhältnis setzen zu können. Die einzelnen Attribute werden weiter zusammengefasst und aussagekräftige Informationen abgeleitet. Danach wird die optimale Vorgehensweise für das Unternehmen, die Abteilung, den Prozess entwickelt, dem die systematische Umsetzung folgt. Ziel ist eine möglichst genaue und realitätsnahe Abbildung der Unternehmenswirklichkeit auf Datenbasis.

Entscheidend ist in dieser ersten Phase die vollständige Loslösung von bestehenden Systemlandschaften. Das bedeutet: Es wird nicht betrachtet, in welchem Bereich, welcher Abteilung mit welchen Programmen, welcher Software gearbeitet wird oder zukünftig gearbeitet werden soll. Vielmehr ist die Ausrichtung der Interviews – für die ausreichend Zeit einzuplanen ist – ausschließlich inhaltlicher Natur. Andernfalls würden bestehende Systeme den Lösungsweg und angestrebte Ziele vorgeben und/oder beschränken.

Werden auf diese Weise Abteilungen und Fachbereiche durchkämmt, ergibt sich schnell eine umfangreiche Sammlung an Entitätendefinitionen mit dazugehörigen Attributen. Auf dieser Basis entsteht ein sehr genaues Bild, wer mit wem auf welchem Kanal kommuniziert, welche Informations- oder Interaktionsströme existieren, welche Nachrichteninhalte relevant sind und welche Prozesse wann und mit welchem Inhalt auszulösen sind (Entity Relationship Model).

 

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